„Die Gleichstellungspolitik hat noch viel aufzuholen“ Drucken E-Mail

Europa-Empfang mit der neuen FU-Landesvorsitzenden

fu-rsk-europa-empfang-20110505fischbach_schoelgens_300Die Gleichstellungspolitik hat noch viel aufzuholen“ - dieses Fazit zog die neugewählte Landesvorsitzende der Frauen Union der CDU NRW, Ingrid Fischbach MdB, in ihrem Vortrag „Spitzenreiter oder Verfolger – Wo stehen die deutschen Frauen im europäischen Vergleich?“. Fischbach sprach sich beim 7. Europa-Empfang der Frauen Union (FU) Rhein-Sieg auch für die innerhalb der CDU umstrittene Forderung nach einer Quote für Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten aus.
Die Vorsitzende der FU Rhein-Sieg, Charlotte Schölgens, konnte auch in diesem Jahr wieder viele Gäste zum traditionellen Europa-Empfang der FU im Stadtmuseum Siegburg begrüßen. So waren unter anderem die CDU-Kreis-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker und die Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager der Einladung zu der Veranstaltung gefolgt, die die Frauen Union des Rhein-Sieg-Kreises regelmäßig am 5. Mai durchführt und die jeweils ein anderes europäisches Land oder ein europäisches Thema in den Mittelpunkt stellt. Auch die Vorsitzende der deutschen Sektion der Europäischen Frauen Union, die ehemalige Bürgermeisterin von Alfter, Dr. Bärbel Steinkemper, zählte zu den Gästen.
In diesem Jahr hielt die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ingrid Fischbach einen Vortrag über die Frauenpolitik in der Europäischen Union, in dem sie die europaweiten Unterschiede in den Bereichen Bildung, Frauenbeschäftigung, Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen, Geburtenrate oder Frauen in Führungspositionen aufzeigte. Dabei wurde deutlich, dass die deutschen Frauen zwar nicht am unteren Ende der Skala rangieren, aber doch gewiss keine Spitzenposition im positiven Sinne einnehmen. So liege zum Beispiel der Prozentsatz, wie viel Frauen bei gleichwertiger Arbeit weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, europaweit bei 17 Prozent. Deutschland hinke hier mir 23 Prozent deutlich hinter Spitzenreiter Italien mit 4,4 Prozent hinterher, so die Rednerin, belege aber keinen der Schlusslichtplätze (z. B. Estland mit 30,3 Prozent). Überraschend positiv schnitt in fast allen abgefragten Kategorien der kleine Inselstaat Island ab, wo die Gleichstellung der Frauen im europäischen Vergleich die beste Bilanz vorzuweisen habe. „In Sachen Gleichstellungspolitik gibt es offensichtlich noch viel zu tun“, so Ingrid Fischbach.
Beim anschließenden Empfang nutzten die Gäste die Möglichkeit, mit der neuen FU-Landesvorsitzenden und untereinander ins Gespräch zu kommen. Charlotte Schölgens, auch Bezirks-Vorsitzende der FU Mittelrhein, freute sich gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen aus dem Kreis-Vorstand über die gelungene Veranstaltung, die auch in Zukunft ihre Fortsetzung finden soll.
 

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